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Zytologische Untersuchung der Haut

 

Seit über 15 Jahren beschäftigen wir uns intensiv mit zytologischen Untersuchungen der Hautoberfläche. Zytologische Analyseverfahren der Haut bedeutet, dass man mit verschiedenen Abnahmemethoden (Tesa-Film, Scharfer Löffel, Ringcuretten, Fräser) oberflächliche Hautpartikel von der Haut gezielt entfernt, um diese dann meist,- nach verschiedenen Färbemethoden angefärbt,- unter dem Mikroskop mit bis zu 1000-facher Vergrößerung zu inspizieren.

Mit diesen einfachen, gut verträglichen Methoden können oft exakte Hinweise gewonnen werden, welche Ursachen eine Hautveränderung auslösen. Besonders geeignet sind zytologische Untersuchungen der Haut zum Ausschluß von bakteriellen, mykotischen (pilzbedingten) und parasitären Verdachtsdiagnosen. Zu dem können auch andere Erkrankungen (Ekzeme der Haut) genauer abgeklärt werden. Wir nutzen die zytologischen Untersuchungen vor allem zur Pilzdiagnostik der Hautkrankheiten und zur sofortigen Beurteilung des bakteriellen Status von chronischen Wunden und von Belägen in den Wunden. Siehe hierzu die Spaten "Chronische Wunden", "Pilzerkrankungen" und die Veröffentlichungen "Wundgrundzytologie" und "pedocruale Tinea".

Wir nutzen als Färbemethoden verschiedenste Anfärbungen, um einen möglichst genauen und gezielten Überblick über die Hauterkrankung gewinnen zu können.

Die Zytologie der Haut hat gegenüber der Histologie den Vorteil, dass sie großflächig, unbelastend ohne Lokalanästhesie und mehrfach durchgeführt werden kann. Allerdings können hiermit nur oberflächliche Hautveränderungen geprüft werden. Da die Oberhaut jedoch im Schnitt nur 1/10 Millimeter dick ist, können viele Hauterkrankungen zytologisch aussagekräftig abgeklärt werden.

Herr Dr. med. P. Foss ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft zytologisch tätiger Ärzte in Deutschland e.V., München

 

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