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Grundsätze zur Diagnostik des Nagel- und Fußpilzes:

 

1) Aussagekräftige, genaue Analysen eines Pilzbefalles können über zytologische und histologische Verfahren gewonnen werden, die selbst kleinste Pilzelemente direkt im Material darstellen.

2) Die Pilzkultur-Diagnostik eignet sich nicht zum exakten Pilzscreening, sondern nur zur Pilzartbestimmung. Eine negative Pilzkultur schließt einen Pilzbefall keinesfalls aus. Fast 40-50% falsch negative Befunde.

3) Die Probenentnahmen müssen richtig und evtl. mehrfach oder sogar nach Sammlung von Nagel- oder Hautmaterial erfolgen: Die Probenentnahmen an den Nägeln sollten tief und körpernah sein. Die Entnahmen an der Fußsohle sollten unbedingt großflächig über die ganze Fußsohle erfolgen, da der Pilz auf der Fußsohle nur sehr locker verteilt vorhanden ist. Diese Direktive der Probeentnahmen gelten auch für das Anlegen einer Pilzkultur. Die Diagnostik kann nur so gut sein wie die Probeentnahme.

4) Prinzipiell sollte die Probeentnahme auf der übrigen Hautoberfläche am entzündeten Rand des Pilzbefalls erfolgen und nicht nur im Zentrum. Im Zentrum sind die Pilze oft schon abgestorben.

5) Mit histologisch-zytologischen Verfahren kann auch ohne weiteres eine aussagekräftige Therapiekontrolle erfolgen und die Wirkung der Antipilzmittel im Nagel und der Haut direkt analysiert werden.

 

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