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Erfahrungsbericht zur Behandlung hereditärer und symptomatischer Verhornungsstörungen

 

 Autor: Dr. med. Pierre Foss
Veröffentlicht: Aktuelle Dermatologie 371, Heft 6/2011

Die palmoplantaren Hyperkeratosen mit den vielen Befallsvarianten sind therapieresistend - seien es die hereditären oder symptomatischen Verhornungsstörungen. Alle Therapieoptionen sollten durch eine gezielte Diagnostik der Verhornungsstörung ausgeschöpft werden. Hierzu zählt auch die intensive Abklärung einer Verhornungsstörung mit einem Pilzbefall, da die Tinea manuum et pedis selbst zu Hyperkeratosen führen kann. Die Diagnostik des mykotischen Befalls der Hyperkeratosen ist jedoch oft nicht einfach, da die anti-hyperkeratostiche Lokaltherapie mit Harnstoff- und Salizylsäure-Präparaten fungistatisch wirkt und so das zytologische, histologische und kulturelle Analysebild verfälscht. Zudem müssen die Probenentnahmen an Händen und Füßen großflächig erfolgen, da die Pilzstrukturen - im Gegensatz zur Onychomykose - auf Handfläche und Fußsohle locker verteilt sind bzw. nestförmige Anordnungen aufweisen. Außerderm sollten die Probenentnahmen tiefe Hornschichten erreichen. Aufgrund der lokalen fungistatischen Vorbehandlung zeigen sich die Pilzhyphen und Sporen im zytologischen und histologischen Bild dystroph und deutlich verkleinert, sodass diese Pilzelemente oft nur durch eine gründliche Durchsicht der Präparate detektiert werden können. Hierzu müssen die bewährten Spezialfärbungen (PAS, uam. oder Floureszenztechniken) genutzt werden. Werden Pilzstrukturen in den Hyperkeratosen entdeckt, so führen nur intensive lokale und orale Therapien über mehrere Monate hinweg zur Besserung des klinischen Beschwerdebildes. Nach eigenen Recherchen verstärken fast 30% der Fälle die Pilzinfektionen die erheblichen Verhornungen der Hyperkeratosen. In einzelnen Fällen verbleiben nach der antimykotischen Intensivtherapie nur noch wenige Reste der vormals erheblichen und den Patienten stark belastenden Verhornungen. Die intensive, mykotische Abklärung von palmoplantaren Hyperkeratosen ist zu fordern, da die antimykotische Therapie dieser oft sehr belastenden und schmerzenden Krankheiten eine einfache und erfolgreiche Behandlungsoption für die Patienten darstellt. Eine mykotische Mitverursachung der Vorhornungen sollte vor allem dann beachtet werden, wenn Onychomykosen zusätzlich beim Patienten vorhanden sind.

 

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