Home  Druckversion  Sitemap 

Zeigen Sie fachliche Kompetenz

 

Im Bereich der Podologie und medizinischen Fußpflege haben Sie tagtäglich mit potentiell infektiösen beziehungsweise mykotisch bedingten Haut- und Nagelveränderungen zu tun. Denn mehr als die Hälfte aller deutschen ab 50 Jahren weisen pilzbedingte Fuß- und Nagelerkrankungen auf.

Häufigste Erreger sind hier bei Dermaphyten. Hautpilzerkrankung der Füße (Tinea pedis) geht hierbei zumeist "auf das Konto" von Trichophyton rubrum, T.interdigitale sowie T.mentagrophytes. Die Mykosen entstehen durch das Eindringen der Pilze in keratinisiertes Gewebe wie etwa Hornschichten oder der Nagelplatte, wo sich die Erreger dann vermehren.

Ansteckungsgefahr besteht überall dort, wo infizierte Menschen barfuß gehen. Sie verlieren dabei infektiöse Hautschüppchen, die dann auf dem Boden liegend die Füße anderer anstecken. Neben der erheblichen Veranlagung (familiären Disposition) gibt es Faktoren, welche die Entstehung eine Tinea pedis begünstigen. Dazu zählen Hyperkeratosen, wiederkehrende Verletzungen und mangelnde Hygiene. Aber auch ein feuchtes Hautmilieu mit aufgequollener Haut (verursacht durch Schweißfüße oder häufige Aufenthalte in Badeanstalten oder Saunen) bietet Pilzen einen idealen Nährboden. Das gleiche gilt für Füße, deren Säureschutzmantel zerstört ist oder deren Epidermis beispielsweise durch Rhagaden geschädigt ist. Aber auch Menschen mit Erkrankungen, welche das Immunsystem oder die Hautdurchblutung und Hautsensibiliät schwächen (wie etwa Diabetes, Polyneuropathien, Gefäßverkalkungen, Krebserkrankungen und Chemotherapien) sind besonders gefährdet.

Der Beratung dieser Patienten kommt hier besondere Bedeutung zu. Denn, so schätzen Dermatologen, die auch als Wundärzte tätig sind, 30 Prozent aller Amputationen an den Füßen könnten hierzulande verhindert werden, wenn bei den gefährdeten Patienten eine Tinea pedis korrekt diagnostiziert und behandelt würde.

Besteht der Verdacht auf eine Mykose, wird der Nachweis der Erreger durch den mikroskopischen, kulturellen oder den molekularbiologischen Nachweis von Pilzelementen gesichert, wobei das Direktpräparat in der Regel keine Aussagen über die Art des Erregers oder seine Vitalität ermöglicht.

Übrigens: Informatives über die Therapie von Mykosen ebenso wie Probleme bei der Behandlung von Onychomykosen bieten die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DGG), Berlin sowei die Deutsche Mykologischen Gesellschaft (DmykG), Essen.

 

Weiter Informationen und den kompletten Artikel erhalten Sie auch gerne beim Autor.

CMS von artmedic webdesign