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Pilzerkrankungen

 

Seit 15 Jahren widmen wir uns insbesondere der Diagnostik von Pilzerkrankungen an den Füßen und den Zehennägeln. 

Der Fußpilz kann in seinen verschiedenen Ausprägungsformen (fein schuppig, verhornend-rissig, blässchenartig mit erheblichen Juckreiz, weißlich in den Zehenzwischenräumen) sehr viele andere Hautkrankheiten ( wie Psoriasis, Ekzeme, Blässchenekzeme, Kontaktdermatitis, genetisch bedingte Verhornungsstörungen) vortäuschen oder erheblich beeinflussen.

Werden durch richtige Probeentnahmen und eine aussagekräftige Diagnostik (Zytologie und Histologie) der Pilzbefall der Fußhaut entdeckt und fachmännisch konsequent behandelt, so verbessert sich das Hautbild innerhalb weniger Wochen deutlich oder heilt vollständig ab.

Dr. Foss hat vor 10 Jahren ein spezielles Analyseverfahren zur Diagnostik von Pilzen ( vor allem in den Fußnägeln und der Fußsohlenhaut ) in Deutschland patentiert, mit dem genaue Darstellungen von Pilzen direkt im Nagel und Gewebe möglich sind. Mit diesem zytologischen Verfahren kann natürlich auch ein Pilzbefall ausgeschlossen oder eine antimykotische Therapie überprüft werden. 

Die Kunst des Dermatologen besteht darin, die verschiedenen Verursachungen der Hautveränderungen (mykotisch, bakteriell oder anlagebedingt usw.) heraus zu finden und dementsprechend richtig zu behandeln.

Wir führen auch seit kurzem PCR-Untersuchungen zur Pilzidentifizierung durch. Mit diesem Methoden können geringe Genmengen der Pilze aufgefunden, vervielfältigt und danach die Pilzart aufgrund des Genommusters festgestellt werden. Die PCR-Analysen wurden in der Praxis eingeführt weil die Kulturdiagnostik der Pilzarten in 50-70% keine verwertbaren Informationen liefert.  

Zudem kann der Pilzbefall der Fußnägel und Füße eine erhebliche Gefährdung des Patienten mit sich bringen. Vor allem bahnen die pilzbedingten Hautschäden tiefergehende bakterielle Infektionen der Füße und Unterschenkel. Dies trifft vor allem auf Patienten mit relevanten Vorerkrankungen zu. So stellt eine Pilzinfektion der Füße beim Diabetiker ein Hochrisikofaktor dar für erhebliche Gefährdungen bis hin zu Amputationen. 

Ausserdem ist der Nagel- und Fußpilz ansteckend für den Patienten selbst ("Pilzaufzug": Füße-Unterschenkel-Leisten-Hände-Axillen-Kopf) und für andere Mitbewohner.

Unsere Grundsätze bei der Pilzdiagnostik und der Antipilz-Therapie der Füße und Nägel sind:

Aussagekräftige und genaue Analysen der Pilze sind mit zytologischen und histologischen Methoden möglich.

Die Kulturdiagnostik eignet sich nur zur Pilzartbestimmung und nicht zum soliden Nachweis einer Pilzinfektion ( bis zu 50% falsche Resultate ). 

Die Probenentnahmen an den Fußsohlen müssen großflächig erfolgen, da die Pilze in der Fußsohle locker verteilt sind.

Eine fachgerechte und langfristige Therapie des Nagel- und Fußpilzes führt immer zur Besserung des Befundes und in 70-80% der Fälle zur Abheilung. 

Keine Behandlung des Nagelpilzes ohne die Mitbehandlung des gesamten Fußes, weil der Nagelpilz sehr oft durch einen Fußsohlenpilz verursacht wird.

Die orale Therapie des Pilzes kann durch eine sehr niedrig dosierte Intervall-Therapie, gut verträglich gestaltet und individuell angepasst werden.  

Der Nagel- und Fußsohlenpilz kann zu Nachbarschaftsmykosen der angrenzenden Unterschenkel und der Wunden an den Unterschenkeln führen.

Da die Pilze zu Verhornungsstörungen führen können, sollten alle Verhornungen an den Händen und Füßen, auch genetisch bedingte palmoplantare Hyperkeratosen, auf eine mykogene Mitverursachung abgeklärt werden.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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